Carina,
Ruhepol, Organisationstalent und Lösungsfinderin
Im Dezember 2025 wurdest Du zur Prokuristin der Valuta ernannt. Erzähl mal, wie Dein Karriereweg beim AÜG NETZWERK aussah.
Eigentlich wollte ich nur ein Praktikum beim AÜG NETZWERK machen. Horst sagte damals direkt zu mir, dass ein Praktikum verschenkte Zeit wäre und ich lieber eine Ausbildung machen sollte. Er wollte zu der Zeit keine Auszubildenden einstellen. Deshalb war der Kompromiss, dass ich mein erstes Ausbildungsjahr beim AÜG NETZWERK machen konnte und mir danach einen neuen Betrieb suchen sollte. Nach einem guten halben Jahr entschied er jedoch, dass ich meine Ausbildung hier abschließen durfte. Und zum Ende der Ausbildung hieß es schließlich: „Nein, nein, Du darfst auf jeden Fall bleiben.“ So habe ich meinen Aufenthalt hier irgendwie immer wieder verlängert.
Ich habe mich damals für die Ausbildung zur Personaldienstleistungskauffrau entschieden. Der Ausbildungsberuf war noch ziemlich neu. Es gibt ihn erst seit 2008. Ich bin 2011 gestartet. Während meiner Ausbildung habe ich zwischen der Verwaltung in Detmold und dem Tagesgeschäft in Schloß Holte gewechselt.
Nach meiner Ausbildung bin ich dort zunächst als Personaldisponentin geblieben, weil mir die Arbeit unheimlich viel Spaß gemacht hat. 2016 bin ich dann zurück nach Detmold gekommen und habe die Compliance-Abteilung unterstützt. Später habe ich unter anderem das Bewerbermanagement für die Zusammenarbeit mit HR4You und Compana aufgebaut. Nach und nach sind immer mehr Themen dazugekommen.
2020 bin ich dann zur Valuta gewechselt. Damals war schon absehbar, dass Martina und Andrea irgendwann in den Ruhestand gehen. Deshalb wollten wir ihre Nachfolge frühzeitig vorbereiten. Seitdem bin ich immer stärker in ihre Aufgaben hineingewachsen. Gemeinsam mit Julia wurde uns nach und nach alles Wichtige beigebracht, so dass wir seit 2025 ganz aktiv in der Nachfolge agieren.
Wenn ich heute zurückblicke, ist das schon ganz lustig: Am Anfang war noch nicht einmal klar, ob ich meine Ausbildung hier beenden konnte. Heute bin ich Prokuristin der Valuta und bereite mich auf die Geschäftsführung vor.
Du bist jetzt schon 15 Jahre im AÜG NETZWERK und hast viel miterlebt. Was bedeutet „NETZWERK“ für Dich persönlich?
Für mich sind es vor allem die ganzen Veränderungen, die ich in diesen 15 Jahren miterlebt habe. Es ist unfassbar, wenn ich überlege, wie wir damals gestartet sind und wo wir heute stehen. Diese Entwicklung begleitet und selbst einen Teil dazu beigetragen zu haben, ist für mich sehr viel wert. Wir haben gemeinsam Höhen und Tiefen erlebt. Es hat sich einfach unheimlich viel verändert.
Was ich am AÜG NETZWERK besonders schätze, ist das Vertrauen, das ich immer bekommen habe. Wenn ein neues Thema aufgekommen ist, konnte ich mich darin einarbeiten und es so aufbauen, wie ich es für richtig gehalten habe. Man hat mir den Vertrauensvorschuss gegeben und gesagt: Das wird schon gut so, wie Du das vorhast.
Ich glaube, genau dieses Vertrauen macht das NETZWERK für mich aus.
„Vertrauen, Respekt und Kommunikation sind die wichtigsten Punkte.“
Wie würdest Du einem Außenstehenden Deinen Beruf beschreiben?
Ich arbeite bei der Valuta, einem Factoring-Unternehmen des AÜG NETZWERKs. Wir übernehmen das Factoring für die Tochtergesellschaften. Das heißt, wenn eine Gesellschaft eine Rechnung schreibt, kaufen wir ihr diese Rechnung ab. Sie bekommt dadurch innerhalb von zehn Tagen ihr Geld und bleibt finanziell flexibel. Wir kümmern uns anschließend um alles, was dahintersteckt: Kommt das Geld vom Kunden? Wie lange braucht er? Muss gemahnt werden?
Dazu gehören also das Mahnwesen, die Buchhaltung und alles, was mit diesen Rechnungen zusammenhängt. So können sich unsere Tochtergesellschaften stärker auf ihr eigentliches Tagesgeschäft konzentrieren.
Meine persönliche Aufgabe liegt dabei vor allem in der Organisation und Steuerung. Ich gucke, dass alles läuft, Entscheidungen getroffen, Lösungen gefunden werden und jeder die Aufgaben erledigen kann, für die er verantwortlich ist. Dazu kommen Tätigkeiten in meinen Verantwortungsbereichen Leasing und Vermietung, Controlling, Vertragswesen, Rechtsfälle, Onboarding neuer Gesellschaften sowie das Qualitätsmanagement.
Ich habe inzwischen Einblick in alle Bereiche und weiß, wie die Abläufe funktionieren. Das bedeutet, ich behalte den Überblick und steuere das Ganze.
„Wer will und neugierig ist, kommt im AÜG NETZWERK auch voran.“
Du bist Mutter von drei Kindern und hast gleichzeitig eine verantwortungsvolle Rolle im Job. Was ist Dein Erfolgsrezept für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf?
Ich bin einfach ein sehr organisierter Mensch – sowohl beruflich als auch privat. Bei mir muss eigentlich alles durchgetaktet sein.
Gleichzeitig habe ich das Glück, dass sich Familie und Beruf beim AÜG NETZWERK sehr gut miteinander vereinbaren lassen. Ich habe alle nötigen Freiheiten bekommen. Nach der Geburt meiner Kinder habe ich immer relativ schnell mit ein paar Stunden wieder angefangen, weil ich nie komplett aus dem Beruf raus sein wollte.
Was würden Deine Kollegen sagen, was typisch für Dich ist?
Ich glaube, die würden sagen, dass ich der Ruhepol bin.
Wenn es stressig wird oder ein Problem auftaucht, versuche ich, nicht lange an dem Problem festzuhalten, sondern zu schauen: Okay, wie gehen wir das jetzt an? Wie finden wir eine Lösung?
Ich bin nicht der Typ, der sich schnell aufregt oder hochfährt. Ich bleibe meistens ruhig und dann machen wir einfach weiter. Ich glaube, mein Freundeskreis würde genau das Gleiche über mich sagen.
Wann hast Du zuletzt gedacht: Genau deshalb arbeite ich gern mit diesen Menschen zusammen?
Das kann ich gar nicht an einer bestimmten Situation festmachen. Ich denke das tatsächlich ziemlich oft.
Bei uns erlebt niemand Erfolge oder schwierige Situationen für sich allein. Egal, ob etwas gut gelaufen ist oder ob es irgendwo ein Problem gibt: Wir setzen uns zusammen und gehen es an.
Dabei gehen alle respektvoll miteinander um, wissen auch die Zeit und die Arbeit der anderen zu schätzen. Dass wir zusammen lachen können und trotzdem professionell miteinander arbeiten, gefällt mir sehr.
Zweimal im Jahr machen wir außerdem einen Teamtag. Meistens starten wir mit einem Frühstück, Bettina bereitet teamstärkende Inhalte für uns vor und danach unternehmen wir noch etwas zusammen. Wir waren zum Beispiel schon Adventure Golf spielen oder haben zusammen gekocht. Das kommt bei uns immer gut an.
Was würdest Du als Abteilungsleiterin sagen, macht ein starkes Team aus?
Für mich ist vor allem wichtig, den Respekt voreinander zu bewahren sowie jeden mit seinen Stärken und Schwächen zu schätzen.
Es geht nicht nur darum, zu gucken, was jemand besonders gut kann. Wenn jemand etwas vielleicht nicht so gut kann, sollte ein anderer das auffangen und ihn unterstützen. Dadurch entsteht auch gegenseitiges Vertrauen.
Ich glaube, Vertrauen, Respekt und Kommunikation sind die wichtigsten Punkte. Wenn das funktioniert, kann man miteinander wachsen und als Team stärker werden.
Wie sieht ein typischer freier Tag bei Dir aus und was darf nicht fehlen?
Ein freier Tag heißt für mich wirklich: Der Wäschekorb ist leer, der Kühlschrank ist voll, wir müssen nichts mehr erledigen. Erst dann habe ich wirklich frei.
Dann unternehmen wir unheimlich gerne etwas mit Freunden oder machen einen Ausflug mit der Familie. Dadurch, dass mein Mann auch viel am Wochenende arbeitet, haben wir nicht so viele gemeinsame freie Tage. Wenn wir einen haben, versuchen wir deshalb wirklich, ihn zu nutzen und etwas zusammen als Familie zu machen.
Wenn Du Dich jetzt an einen Ort teleportieren könntest, welcher wäre es und warum?
Direkt ans Meer. Wir fahren bald an die Ostsee und genau dorthin würde ich mich wahrscheinlich auch teleportieren.
Einfach ans Meer, Kopf aus und den Moment genießen.
Und beim Teleportieren würde natürlich auch die lange Autofahrt wegfallen. Das wäre definitiv ein Vorteil.
Gibt es etwas, das Du beruflich oder privat in Zukunft noch erreichen möchtest?
Stillstand ist für mich immer schwierig. Deshalb möchte ich eigentlich sowohl beruflich als auch privat immer weiterkommen.
Beruflich war es mir schon immer wichtig, mich persönlich und fachlich weiterzuentwickeln. Das ist auch etwas, was das AÜG NETZWERK ermöglicht. Man hat hier viel Raum für die persönliche Entwicklung. Auch fachlich steht einem eigentlich nichts im Weg.
Ein ganz bestimmtes Ziel nach dem Motto „Das muss ich unbedingt noch erreichen“ habe ich dabei gar nicht. Das ist bei mir eher situationsbedingt. Mir ist wichtig, mich weiterzuentwickeln und das gleichzeitig gut mit meinem Privatleben zu vereinbaren.
Hast Du einen Tipp für neue Mitarbeiter im AÜG NETZWERK?
Auf jeden Fall neugierig sein und Fragen stellen.
Ich glaube, das ist bei uns im NETZWERK ganz wichtig, um die Zusammenhänge zu verstehen und dazuzulernen. Man sollte offen sein, auf die Menschen zugehen und keine Angst davor haben, Fragen zu stellen. Dann findet eigentlich jeder ziemlich schnell seinen Platz bei uns. Wer will und neugierig ist, kommt im AÜG NETZWERK auch voran.
Zum Schluss noch drei kurze Fragen mit der Bitte um kurze Antworten.
Gedanken lesen oder teleportieren?
Gedanken lesen.
Immer den perfekten Parkplatz finden oder immer die richtige Antwort parat haben?
Den perfekten Parkplatz finden!
Spontan oder mit Plan verreisen?
Definitiv mit Plan verreisen.
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